Hensels Tonicum

Beim Lesen von Das Wichtigste von der Ganzen Heilkunst bin ich auf die Beschreibung von Hensels Tonicum gestoßen:

„Auf diesen Erwägungen beruht die Herstellung eines Präparats, welches das Eisen in Gestalt des magnetischen Eisenoxiduloxids zugleich mit Kalkerde an Ameisen- und Essigsäure gebunden enthält und welches ich wegen seiner tonischen (d.h. nervenstärkenden) Wirkung Hensels Tonicum genannt habe und das seit mehr als 30-jähriger Anwendung eine Art Weltruhm erlangt hat, sodass es jetzt wohl in den meisten deutschen Apotheken erhältlich ist.

Wenn man einen schwachen Teelöffel voll von diesem „Tonicum“ zu einem viertel Liter Zuckerwasser gibt, erhält man ein Getränk von limonade-ähnlichem Geschmack, das zugleich Labsal und Nährstoff ist. Dadurch, dass es bei solcher Dosis pro Tag den Eisengehalt des Blutes auf normaler Höhe erhält, stellt es ein rationelles Hilfs- und Schutzmittel gegen Schwächung dar. Der Vorzug dieser Eisenverbindung gegen alle sonstigen Eisenpräparate liegt eben darin, dass sie das Eisen in derselben Oxidstufe enthält, wie es im Bluteiweiß (Hämoglobin) steckt. Aus diesem Grund bewährt sich die Komposition, weit davon entfernt, die Verdauung zu stören, wie es zahlreiche anderen Eisenpräparate tun, vielmehr von günstigster Einwirkung auf die Ernährung, eben weil es sämtliche Nervenfunktionen, auch die der Eingeweide, in normalem Gang erhält.“

Man könnte doch auch versuchen, Hensels Tonicum wieder herzustellen, oder? Wenngleich in obigem Zitat alle Inhaltsstoffe aufgezählt sind, so fehlt es leider an der Angabe relativer Mengenverhältnisse sowie der Gesamtkonzentration. Vielleicht findet sich dazu ja in Hensels anderen Werken Näheres…